Automatische Abwesenheitsnotizen, leere Pendler-Strecken und ausverkaufte Ventilatoren…
Ja, endlich ist es wieder richtig Sommer in Deutschland!

Der Homo Sapiens tummelt sich wenn nur irgend möglich an Baggerseen,
Stränden und Eiscreme-Ständen – diesen Sommer aber natürlich immer
mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand! Gar nicht so einfach – aber notwendig!

 

Für unsere Bienen hingegen ist die „Masse“ auch im Hinblick auf die Temperatur eine
Karte, die sich hervorragend ausspielen lässt. Denn Bienen verfügen über eine ausgeklügelte
Klimatechnik, die es ihnen möglich macht, die Temperatur im Bienenstock ganz präzise zu
regulieren: Bei Kälte im Winter sammeln sich die verbliebenen Arbeiterinnen um die Brut und
erzeugen durch Vibration der Muskulatur wohlige Körperwärme.
Bei Rekordtemperaturen wie jetzt im Sommer belüften die Arbeiterinnen den Bienenstock indem
sie sich vor dem „Nest“ aufstellen und per Flügelschlag warme Luft aus dem Stock fächern.
Mit bis zu 7.200 Flügelschwingungen pro Minute (!) schaffen sie es die Temperatur recht konstant
bei etwa 35 Grad zu halten.

 

Wenn es doch mal etwas unangenehmer wird, werden Wassertropfen auf die Waben gesprengt.
Per Flügelschlag entsteht so ein zusätzlicher Kühleffekt. Und wenn alles nicht helfen will, dann
gibt es immer noch den so genannten „Bienenbart“ bei dem eine große Anzahl von Bienen den
Stock verlassen und sich am Flugloch zu einer Traube (dem Bart) formieren.

 

Sie sehen – nicht nur die Gattung Mensch ist einfallsreich, wenn es darum geht in den heißen
Tagen etwas Abkühlung zu erwischen.