Was für ein Sommer!

Nach Minusgraden und Schneeschauern im Mai, brachte uns spätestens der Juli so richtig ins Schwitzen. Bei fast 40 Grad war auch die Pflege der Bienen für unser Imker-Team eine echte Herausforderung. Aber wo wir anfangen, so richtig zu stöhnen, uns nach jedem Fitzelchen Schatten sehnen und Klimageräte sowie Ventilatoren in der gesamten Republik restlos ausverkauft sind, pflegen unsere Bienen eine erstaunliche Coolness.

  

Grund dafür ist die ausgeklügelte Klimatechnik der Bienen, die es ihnen erlaubt, die Temperatur im Bienenstock ganz präzise zu regulieren: Bei Kälte im Winter sammeln sich die verbliebenen Arbeiterinnen um die Brut und erzeugen durch Vibration der Muskulatur wohlige Körperwärme. Bei Rekordtemperaturen im Sommer belüften die Arbeiterinnen den Bienenstock indem sie sich vor dem „Nest“ aufstellen und per Flügelschlag warme Luft aus dem Stock fächern. Mit bis zu 7.200 Flügelschwingungen pro Minute schaffen Sie es die Temperatur recht konstant bei etwa 35 Grad zu halten. 

Wenn es doch mal etwas unangenehmer wird, werden Wassertropfen auf die Waben gesprengt. Per Flügelschlag entsteht so ein zusätzlicher Kühleffekt. Und wenn alles nicht helfen will, dann gibt es immer noch den so genannten „Bienenbart“ bei dem eine große Anzahl von Bienen den Stock verlassen und sich am Flugloch zu einer Traube (dem Bart) formieren. 

Sie sehen – nicht nur die Gattung Mensch ist einfallsreich, wenn es darum geht in den heißen Tagen etwas Abkühlung zu erwischen.